KATTOWITZ

mein zur Hause von 1961 - 1983

In den vergangenen hundertfünfzig Jahren verwandelte sich Kattowtz von einer kleinen landwirtschaftlich-industriellen Siedlung,

die zum Zeitpunkt der Erwerbung der Stadtrechte (1865) 4815 Einwohner zählte, in große administratorisch-wirtschaftliche,

kulturelle und wissenschaftliche Hauptstadt der Woiwodschaft, die 345 Tausend Einwohner zählt.

Bergleute

Angesichts der Wirtschaftskrise und der wachsenden Bedeutung der Gewerkschaft „Solidarność“ hatte sich Staats- und Parteichef General Wojciech Jaruzelski unter dem Druck der UdSSR für eine gewaltsame Lösung entschieden. Am 13. Dezember 1981 verhängte er über die Volksrepublik Polen das Kriegsrecht. Mehrere Tausend Oppositionelle kamen ins Gefängnis, die Streiks wurden mit Hilfe der Armee niedergeschlagen. Am 16. Dezember 1981 haben staatliche Sicherheitskräfte am Bergwerk „Wujek“ neun Bergleute erschossen. Viele Oppositionelle, die im Untergrund agierten, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, andere zur Ausreise gezwungen.

Mein Onklel Alfred Wylezol war damals als Steiger dabei.

Generaldirektor


Direktor

Ingenieur

Techniker


Bergarbeiter


Orkester



Das Schlesische Theater nimmt nicht nur einen zentralen Platz am Ring in Kattowitz ein und ist eines der Wahrzeichen der Stadt, es ist auch das größte und wichtigste oberschlesische Theater. Es trägt den Namen des polnischen Malers und Dramatikers Stanisław Wyspiański. Der Bau wurde am 2. Oktober 1907 eröffnet. Der Kölner Architekt Carl Moritz schuf für eine fast 40.000 Einwohner zählende Stadt ein überproportional großes Theater mit 410 Sitzplätzen, das durch sein kulturelles Angebot und auch durch seine Architektur sowie imponierende Größe in eine Großstadt gepasst hätte. Nach der Zuteilung Ostoberschlesiens zu Polen wurde auch das Theater polnisch, es wurde aber aufgrund des Minderheitenschutzabkommens eine deutsche Theatergemeinde eingerichtet, die von deutschen Bühnen bespielt wurde.



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